Fairtrade Towns

In anderen Ländern gibt es sie schon länger, bei uns in Deutschland können sich Kommunen seit Januar 2009 bei TransFair dafür bewerben, den Titel Fairtrade Town tragen zu dürfen.

Dafür müssen fünf Kriterien erfüllt sein:

  1. Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro zwei Produkte aus fairem Handel verwendet werden. Die Stadt trifft außerdem die Entscheidung, den Titel „Fairtrade Town“ anzustreben.
  2. Eine lokale Steuerungsgruppe bildet sich. Diese Steuerungsgruppe soll die Aktivitäten vor Ort auf dem Weg zur Fairtrade Town koordinieren.
  3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten. In Cafés und Restaurants werden jeweils mindestens zwei Fairtrade-Produkte ausgeschenkt.
  4. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwenden Fairtrade-Produkte und führen Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durch.
  5. Die örtlichen Medien berichten regelmäßig über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade Town.

Wenn eine Stadt alle diese Voraussetzungen erfüllt, bekommt sie den Titel Fairtrade Town zunächst für zwei Jahre verliehen. Nach Ablauf dieser Zeitspanne werden die Kriterien erneut überprüft, um feststellen zu können, ob die Stadt sich weiterhin Fairtrade Town nennen darf.

Weltweit gibt es inzwischen über 1.200 Fairtrade Towns in 24 Ländern. Regensburg ist seit November 2012 stolzes Mitglied in dieser Runde. Jetzt gibt es viel zu tun, um den Titel mit Leben zu füllen und Regensburg Schritt für Schritt zu einer rundherum fairen Stadt zu machen. Denn der Faire Handel sollte in möglichst viele Orte Einzug finden: in Hotels, Schulen, Vereine, Betriebe und Kindertagesstätten, in Kirchen, Restaurants und Kneipen, in Cafés, Friseursalons und Jugendzentren, in Läden, Krankenhäuser und Theater…

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