Angelika

„Stattplan“ für bewussten Konsum

Nach eine intensiven Planungs- und Entwicklungszeit liegt er endlich vor, der neue STATTPLAN von Regensburg. In einer Auflage von 10.000 Stück wird er seit Beginn des Wintersemesters 2012/13 an der Hochschule und der Universität Regensburg verteilt und liegt in den teilnehmenden Geschäften aus. Die Idee dahinter: Vielen jungen Menschen ist es wichtig, durch überlegten Konsum faire und ökologische Maßstäbe zu setzen. Dabei soll der STATTPLAN helfen, gleichzeitig neuen Studierenden aber auch die Orientierung in Regensburg erleichtern.

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Studierende der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), der Grünen Hochschulgruppe (GHG) sowie des Ak Unifair haben mit viel Liebe zum Detail und in aufwändiger Recherche Geschäfte und Lokalitäten ausfindig gemacht, die einen Schwerpunkt ihres Angebots auf fair gehandelte Produkte, biologisch erzeugte Waren oder regionale Erzeugnisse legen. Die Liste der Einkaufstipps umfasst 14 Partner, die durch einen gemeinsamen Auftritt im STATTPLAN an einem Strang ziehen wollen. Daneben lassen sich aber auch andere nützliche Hinweise wie z.B. die Öffnungszeiten der Wochenmärkte im STATTPLAN finden. Seine handliche Größe und die ansprechende Gestaltung entwickelte Daniel Frank. In Zukunft soll der er regelmäßig in aktualisierter Form neu aufgelegt werden.

Bekommen kann man den neuen Plan an der Hochschule und der Universität, bei den Studenten- und Hochschulgemeinden, im Alumneum und Domplatz 5 sowie bei allen Partnern des STATTPLANes. Außerdem kann hier eine pdf-Version heruntergeladen werden.

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Fairer Markt am Neupfarrplatz

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Am 28. und 29. Mai wiurde der Neupfarrplatz für zwei Tage zum Mittelpunkt der Fairtrade-Bewegung in Regensburg. Den Kern des „Fairen Markts“ bildete das FAIR-ÄNDER-BAR Mobil, ein umgebautes Feuerwehrauto, das eine Tour durch Deutschlands Städte macht und Aufklärungsarbeit über den Fairen Handel leisten will. Für die nötige gute Laune war durch faire Snacks und eine Kultur-Bühne mit Raum für Regensburger Künstler und Nachwuchsalente gesorgt. Auch die Fairtrade-Steuerungsgruppe Regensburg war mit einem Stand vertreten und bot neben allerhand fairen Waren eine leckere bio-faire Suppe an.

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Das FAIR-ÄNDER-BARmobil soll neugierig machen und Bewegung in den Konsumalltag bringen: mit Aufklärungsarbeit über den Fairen Handel und mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte, unter anderem den eigens hergestellten fruchtigen Erfrischungsgetränke („Baolas“) und Fruchtaufstriche („Baojams“). Kulturellen Mehrwert erhält das Projekt durch eine eigene Kultur-Bühne für Musik, Kabarett und Kleinkunst, für Profis und Nachwuchstalente – vom Jongleur bis zum Geschichtenerzähler. „Veränderbar“ ist auch hier Programm.

Die Steuerungsgruppe der Fair Trade Town Regensburg beteiligte sich an diesem Event mit einem eigenen Stand: Neben einem breiten Auswahl an  fair gehandelten Lebensmitteln, Kunsthandwerk und Bekleidung informierten wir über die regionalen Organisationen, die mit dem Fairen Handel verbunden sind; außerdem lud eine bio-faire Suppe zu einer kleinen Verschnaufpause von der Alltagshektik ein.

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Wir machen uns auf den Weg

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Wenn alles nach Plan verläuft, darf sich die Stadt Regensburg möglicherweise bereits ab Herbst „Fairtrade Town“ nennen. Regensburg erfüllt mittlerweile nahezu alle erforderlichen Kriterien für den Titel; mit der Gründung einer Steuerungsgruppe, die das weitere Vorgehen koordiniert, konnte am Donnerstagabend im Weltladen una terra eine weitere Weiche für eine erfolgreiche Bewerbung gestellt werden.

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Jede „Fairtrade Town“ muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Einen ersten Schritt hatte Regensburg am 24. November 2011 unternommen: Damals beschloss der Verwaltungs- und Finanzausschuss einstimmig, die Verwaltung damit zu beauftragen, weitere Aktivitäten zu initiieren mit dem Ziel, in Regensburg alle Kriterien einer Fairtrade-Stadt zu erfüllen. Wie Bernadette Kastenmeier, Leiterin der Hauptabteilung Rat und Repräsentation, mitteilte, wird in der Stadtverwaltung deshalb seit Januar fair gehandelter Kaffee verwendet, demnächst soll fairer Zucker folgen.

Eine weitere Anforderung ist eine Steuerungsgruppe, der Vertreter unterschiedlicher Gruppierungen angehören. Beim Fairtrade-Treffen im Weltladen verständigte man sich auf folgende Zusammensetzung: Bernadette Kastenmeier (Stadtverwaltung),  Bendikt Suttner (ÖDP-Stadtrat), Irmgard Freihoffer (Stadträtin Die Linke), Mathilde Brandis (Tourismus GmbH), Michaela Gielgen (ludwig 3, organic concept store), Larissa Kalb (Vorsitzende Grüne Jugend), Angelika Frey (AK UniFair), Birgit Kociper (AK UniFair), Dorothe Nonnenmacher (Katholische Hochschulgruppe), Josef Hofmann (Pax Christi), Markus Nagler (Getränkehandler), Gisela Niklas-Eiband beziehungsweise Elisabeth Popp (KDfB Diözesanverband Frauenbund), Michaela Hanke (econic PR-Agentur), Claudia Spiegl (Beisitzerin im ÖDP-Kreisvorstand). Hauptansprechpartnerin ist Sabine Leistner vom una terra Weltladen. Die Steuerungsgruppe kommt mehrmals pro Jahr zusammen.

Keine Sorgen muss sich Regensburg um das dritte Kriterium machen: 25 Fairtrade-Einzelhandelsgeschäfte verlangt „Transfair“, 73 gibt es. Daneben müssen 13 Fairtrade-Gastronomiebetriebe existieren, tatsächlich sind in der Stadt 16 angesiedelt. Verwirklicht ist auch die vierte Voraussetzung: „Verwendung von Fairtrade Produkten und Bildungsaktivitäten in öffentlichen Einrichtungen.“ Stadtrat Suttner verwies in diesem Zusammenhang auf den una terra Weltladen-Verein, sieben kirchliche Einrichtungen beziehungsweise Initiativen und fünf Schulen, die mit Info-Ständen, Aktionen oder Basaren regelmäßig auf das Thema aufmerksam machen, sowie auf drei Pfarreien, die dauerhaft fairen Kaffee ausschenken. Zu guter Letzt soll eine designierte „Fairtrade Town“ ausreichende Pressearbeit leisten, so fordert es „Transfair“. Kein Problem für Regensburg: Allein im Jahr 2012 sind schon drei längere Zeitungsartikel über gerechten Handel veröffentlicht worden.

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